14. September 2018 // 10:00 - 17:30 Uhr

7. Kulturkonferenz des Regionalverband Ruhr

Kulturorte für eine Metropole der Vielfalt? Zur Zukunft kultureller Räume und Institutionen

Die Kulturkonferenz Ruhr beschäftigt sich 2018 mit dem Selbstverständnis, den Aufgaben und den Entscheidungsstrukturen von kulturellen Institutionen und Akteuren in einer Zeit wachsender gesellschaftlicher und politischer Spannungen, die durch den Verlust von Eindeutigkeit und alten Gewissheiten aufgrund von Globalisierung, Migration und Vernetzung geprägt ist. Was für die Einen eine Chance für sozialen Fortschritt darstellt, scheint für Andere mit kulturellen Ängsten und Unbehagen behaftet zu sein.

Die pluralistische Gesellschaft des Nebeneinanders und Miteinanders von vielen verschiedenen sozialen Realitäten, Lebensweisen, Sprachen und Alltagswelten sieht sich heute Angriffen ausgesetzt, die auf regressiven Fantasien einer vermeintlichen Homogenität gründen. Wahrheit wird konstruiert, auf Affekte zielende Narrative scheinen immer mehr den rationalen Austausch von Argumenten zu ersetzen. Die laufende Debatte erfordert neue Antworten, um eine Gesellschaft zu verteidigen, in der viele unterschiedliche Sichtweisen auf die Welt existieren können, in der die Teilhabe von Verschiedenen auch bedeutet, sich selbst verändern zu können, im besten Sinne "offen" zu sein.

Der RVR lädt zur Diskussion ein

Der Regionalverband Ruhr lädt Kulturschaffende der freien Szene, neue Protagonisten, Vertreter*innen von Institutionen sowie Gestalter*innen aus Kulturpolitik und Verwaltung zu einem Dialog ein über die Rolle der Kultur zur Entwicklung einer kooperativen Gesellschaft der Vielen. Hierbei sollen als gegeben vorausgesetzte Gewissheiten über das eigene Tun auf den Prüfstand gestellt und Ideen für neue Arbeitsweisen und Formen der Kooperation entwickelt werden. Vor dem Hintergrund der kulturellen Vielfalt in der Gesellschaft spielen Kulturorte und Institutionen als soziale Räume eine große Rolle.

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