18. Februar 2019 // 20:00 - 21:30 Uhr

Demokratie ohne Demokraten?

Die Frage, wie die "Weimarer Verhältnisse" wirklich waren und was sich aus ihnen für die heutige Zeit lernen lässt, steht im Mittelpunkt dieses Vortrags.

Weimar ist allgegenwärtig. Kaum ein zeithistorisches Ereignis in der Bundesrepublik geschieht, ohne dass die Frage nach den Parallelen zur Weimarer Republik aufgeworfen wird. Besondere Aufmerksamkeit kommt dabei "rechten", "völkischen" oder "(rechts)populistischen" Ideen und Ideologien zu. Vor diesem Hintergrund analysiert der Vortrag erstens die erinnerungshistorische Dimension dieser Konstellation anhand der sogenannten "konservativen Revolution", die als ein Produkt bundesrepublikanischer Erinnerungskultur verstanden werden kann. Zweitens geht es darum, über einige politische Schlüsselbegriffe die Uneinheitlichkeit "rechten" Denkens in der Weimarer Republik aufzuzeigen. Zuletzt stehen Interpretationen im Mittelpunkt, die die Offenheit der historischen Entwicklung betonen und Weimar gerade nicht vom Ende her, sondern aus sich selbst heraus verstehen. Der Referent Jan Kellershohn ist Doktorand an der Ruhr-Universität Bochum.

Eine Gemeinschaftsveranstaltung der VHS, der Vereinigung "Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V." und weiterer Partner.

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