40. DUISBURGER AKZENTE | Utopie: Rationale Verwaltung

04. April 2019 // 18:00 - 19:30 Uhr

40. DUISBURGER AKZENTE | Utopie: Rationale Verwaltung

Ein Vortrag von Dr. Andreas Pilger über Konzepte zur Effizienzsteigerung in der städtischen Bürokratie 1920-1960 | Im Rahmen der 40. Duisburger Akzente "Utopien"

Die Jahrzehnte nach den beiden Weltkriegen waren für die Duisburger Stadtverwaltung Zeiten des beschleunigten organisatorischen Wandels. Wachsende öffentliche Aufgaben, vor allem im Sozialbereich, auf der einen und begrenzt zur Verfügung stehendes Personal und Finanzmittel auf der anderen Seite führten innerhalb der Stadtverwaltung zu Maßnahmen der Effizienzsteigerung bei der Aufgabenwahrnehmung. Dazu zählten die kritische Überprüfung des Aufgabenkanons und des administrativen Aufbaus, eine verstärkte Standardisierung der Geschäftsabläufe und Aktenführung und nicht zuletzt der verstärkte Einsatz von Technik.

Vielen dieser Ansätze lagen utopische Vorstellungen von der Wirkungsmacht rationaler Planung zugrunde. Der Vortrag arbeitet diese utopischen Idealvorstellungen vom reibungslosen Ablauf der Bürokratie heraus und zeigt auf, welche Probleme regelmäßig aus dem Zusammentreffen einer eindimensionalen Zweckrationalität mit einer nur eingeschränkt planbaren und von Menschen gestalteten Lebenswelt resultierten.

Dr. Andreas Pilger ist Leiter des Duisburger Stadtarchivs.

Der Eintritt ist frei. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich.

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