Mercator Matinée

07. April 2019 // 11:15 - 12:45 Uhr

Mercator Matinée

Die Uhr, John Harrison und das Längengradproblem | Vortrag von Klaus Dinger (Uhrensammler und Buchautor, Duisburg)

Mit dem ausgehenden 15. Jh. wagen sich Abenteurer, Forscher und Kaufleute zunehmend auf offene See hinaus, obwohl die Positionsbestimmung fernab aller Küsten mit den gegebenen Mitteln so ungewiss wie ein Glücksspiel ist. Zwar lassen sich aus der Mittagshöhe der Sonne die Breitengrade ermitteln, doch gibt es weder seetaugliche Uhren, mit deren Hilfe sich aus der Ortszeitdifferenz zum Heimathafen die geografische Länge auf See bestimmen ließe, noch kann die Astronomie in ausreichendem Umfang Navigationshilfen liefern. Verheerende Schiffskatastrophen fordern das Leben abertausender Seeleute, und der Verlust an Fracht und Schiffen ist enorm.

Mit dem Longitude-Act von 1714 lobt die Englische Krone den Preis von 20.000 Pfund für ein Verfahren zur genauen Längengradbestimmung aus, um den der gelernte Tischler John Harrison mit seinen genialen Seechronometern gegen die Konkurrenz der Astronomen kämpft. Davon soll der Vortrag berichten, einen Einblick in die frühe Navigation und deren Mittel gewähren und von der Entwicklung der Räderuhr und dem Traum, sie einmal zum Segen der seefahrenden Nationen einsetzen zu können, schildern.

Eintrittspreise


Erwachsene 6 € | ermäßigt 4 €

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