Leonardo da Vinci. Die MitMachAusstellung für alle

02.06. - 31.07.2019 // 16:00 - 18:00 Uhr

Leonardo da Vinci. Die MitMachAusstellung für alle

Für Jung & Alt zum 500. Todestag von Leonardo da Vinci.

Im Jahr 2019 feiert der große Künstler und Erfinder Leonardo da Vinci (15.04.1452-02.05.1519) seinen 500-jährigen Todestag. Anlass zu einer MitMachAusstellung in der cubus kunsthalle, die alle Interessierten, Schulklassen und Junggebliebene, zu einer Entdeckung besonderer Art einlädt.

Die cubus kunsthalle bietet täglich zwei interaktive Führungen an. Die erste Führung von 9:00 bis 12:00 Uhr und die zweite Führung von 10:30 bis 13:30 Uhr. Die Gruppen werden auf Mona Lisa, Leonardos bekanntestes Bild treffen, auf seiner Druckpresse drucken, eine Schnellbaubrücke bauen, Gerhard Mercators 450 Jahre alte Weltkarte entdecken, die in Duisburg 1569 entstanden ist und vieles mehr...

Öffnungszeiten: 

  • morgens ab 9:00 Uhr für Schulklassen: Anmeldungen zu Klassenführungen unter 0203 - 26236. 
  • in der Zeit von 14:00 bis 18:00 Uhr für alle Besucher

 

Referate zu Themen rund um Mercator bieten Mercators Nachbarn samstags um 15:00 Uhr an. Ausstellungsführungen mit Mercatorbezug jeweils sonntags, 16:30 Uhr, und donnerstags, 16:00 Uhr

 

Mehr Details zur Austellung:  

Die Ausstellung zeigt Auszüge seines universellen Schaffens und lädt alle Besucher ein, einzutauchen in den Forschergeist des großen Gelehrten, der aber in erster Linie immer auch bildender Künstler war. Sein bekanntestes Werk, vielleicht das bekannteste Bild überhaupt, ist die "Mona Lisa", nur 77 x 53 cm groß, die im Pariser Louvre hängt. Daher wurden in Kooperation mit der SchulkulturKontaktstelle der Stadt Duisburg alle Schulen im Vorfeld gebeten, sich mit Arbeiten zum Thema "Meine Mona Lisa" zu beteiligen. Im Rahmen der Ausstellung werden die eindrucksvollsten Bildnisse ebenfalls in der cubus kunsthalle gezeigt.

Die Ausstellung basiert auf einer Kooperation mit der Fachhochschule Bielefeld und präsentiert spektakuläre Modelle, die Studenten nach Skizzen da Vincis nachgebaut haben, und vermittelt eindrucksvoll physikalische Naturgesetze und mechanische Konstruktionen. Andreas Wollensak von der FH Bielefeld und Kurator der Ausstellung sagt dazu: „Mit ihren Studienprojekten folgen die angehenden Ingenieurinnen und Ingenieure im Fachbereich Ingenieurwissenschaften und Mathematik an der Fachhochschule Bielefeld den Spuren des Universalgelehrten Leonardo da Vinci. Hier finden sie eine Lernumgebung, in der sie ihre Kreativität und Intelligenz praktisch ausleben können. Auf Basis der Skizzen Leonardos entwickeln und konstruieren die Studierenden hier in Projektarbeiten die Modelle für die Ausstellung „DA VINCI 500 – Bewegende Erfindungen“. In mittlerweile über 100 faszinierenden Modellen spiegeln sich Leonardos Genialität und die Komplexität seiner Gedanken wider. Die auf der Grundlage seiner handschriftlichen Aufzeichnungen erarbeiteten Anfassmodelle machen die technischen Grundlagen durch Begreifen „begreifbar“ und laden ein zum Experimentieren und Spielen in die Welt dieses großartigen Meisters. Im Jahr 2004 wurde die Ausstellung „Leonardo da Vinci – Bewegende Erfindungen“ ins Leben gerufen und damit eine Lernumgebung geschaffen, in der die Studierenden in die Welt Leonardos eintauchen und weit mehr lernen können als reines Ingenieurwissen. In der Auseinandersetzung mit Leonardos Kreativität und Phantasie, seinen Schriften und Maximen nähern sie sich Leonardo an und adaptieren – ganz selbstverständlich – seine Methoden. Aus den teilweise unvollständigen Skizzen und Texten Leonardos erarbeiten die Studierenden mit Begeisterung und Einsatz fertigungsreife Konstruktionen und bauen sie in der DA VINCI -Manufactur zu vollständigen und interaktiven Modellen auf. Dabei werden sie von einem engagierten, didaktisch und technisch kompetenten Team unterstützt. Auf diese Weise entstand eine einmalige, interaktive Wanderausstellung, die europaweit ‚auf Tour‘ ist. Alle Modelle laden zum Anfassen, Experimentieren und Spielen ein und regen damit den Forscher- und Entwicklergeist an“.

Und er führt weiter aus: „Leonardo da Vinci beschäftigte sich unter anderem mit Naturwissenschaft und Technik, Kunst und Musik sowie mit der Anatomie von Mensch und Tier. Er ist damit einerseits ein ganz typischer Vertreter der brodelnden Umbruchszeit, die wir heute als „Renaissance“ kennen: ein Weltenentdecker, ein Entrepreneur, ein Suchender. Andererseits hat er dieses Suchen, Tüfteln und diese Rastlosigkeit zur Perfektion gebracht wie kaum einer seiner Zeitgenossen. Nicht umsonst fasziniert uns Leonardo bis heute!

Die aktuelle Ausstellung greift zentrale Herausforderungen auf, denen Leonardo sich gestellt hat und die auch in Duisburg die Zeitgenossen beschäftigt haben. Insbesondere zeigen wir Exponate aus den Bereichen Brücken, Hub- und Fördertechnik sowie Maschinenelemente, außerdem Erfindungen für Musik und Theater – und nicht zu vergessen: Leonardos berühmte Fluggeräte. Daran wird die Breite seines Schaffens und seines Erfindergeistes eindrücklich deutlich.

Brücken spielen eine große Rolle für Duisburg – als Stadt mit 650 Brücken gibt es hier mehr Brücken als in Venedig. Auf diesem Gebiet hat sich auch Leonardo hervorgetan. Kein Wunder, war der Brückenbau doch eine typische Herausforderung im Europa der Renaissancezeit. Handel und Krieg boomten – und für beides brauchte man Brücken. In der Ausstellung können die Besucher selbst eine Schnellbaubrücke aufbauen. Auch der Bereich der Militärtechnik hat Leonardo stark umgetrieben, denn seine Zeit war alles andere als friedlich. Daran zeigt sich, wie nah häufig visionäre Ingenieurskunst und ihre verhängnisvolle Nutzung sein können. Die Steinschleuder zeigt auf spielerische Art, wie mittels Federkraft Geschosse abgefeuert werden können. Auch die Grundlagen der Maschinenelemente wurden von Leonardo da Vinci entwickelt. Mit dem Modell des Kugellagers wird deutlich, dass gar nicht so sehr die visionären Ideen Leonardos, die uns auf den ersten Blick verzaubern, sondern dass gerade seine ingenieurstechnischen Grundelemente Bahnbrechendes für die neuzeitliche Technik geleistet haben. Sie verdeutlichen die Grundlagen des Maschinenbaus, wie sie auch heute noch eingesetzt werden. Hier wird das Kugellager in ihrer Funktionsweise vorgeführt und wird so auch technischen Laien unmittelbar nachvollziehbar.

Leonardo hat sich mit allen möglichen und unmöglichen Themen, so auch mit dem Thema Musik und Theater, beschäftigt. Er organisierte Feste für seine Auftraggeber und soll die Gäste sogar selbst mit Gesang und Poesie unterhalten haben. Leonardos größter Traum aber blieb das Fliegen. Im wahrsten Sinne beflügelt, studierte er den Vogelflug und plante Mechanismen, die es auch dem Menschen ermöglichen sollten „abzuheben“. Neben solchen Fluggeräten, die in der Ausstellung zu sehen sind, hatte er aber bereits weitergedacht und Navigationsgeräte entwickelt, um die Neigung, den Wind und die Luftströmung zu messen.

Die Mercator-Stadt Duisburg selbst ist eine Stadt, die untrennbar mit einem großen Geist der Renaissance verbunden ist. Wer diese Ausstellung besucht, wird auch Leonardos 40 Jahre jüngeren Zeitgenossen, den damals in Duisburg tätigen Universalgelehrten Gerhard Mercator (1512-1594) begegnen, der mit seinen Landkarten und Globen ebenfalls das Weltbild bis ins Heute geprägt hat. Mit Leonardo, der eine Generation vor Gerhard Mercator wirkte, kann diese Zeit wiederentdeckt werden. Alle Modelle der Ausstellung sind zum Anfassen und Bewegen gedacht. Sie machen Technik für alle Altersgruppen im wahrsten Sinne des Wortes begreifbar. Spielen Sie, bleiben Sie neugierig, haben Sie Spaß – und tauchen Sie ein in eine Welt voller Technik, Faszination und Genialität.

Eintrittspreise


5 €

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