10. September 2019 // 20:00 - 21:30 Uhr

Der geplante Mythos

Das Grundmotiv utopischen Denkens ist die Angst vor einer unbeherrschbaren Zukunft, der hier der Begriff Hoffnung entgegenstehen soll.

Utopisches Denken und Utopieentwürfe stehen vordergründig für den Glauben an den menschlichen Fortschritt. Ausgangspunkt der Utopien ist fast immer eine schlechte Gegenwart, die überwunden werden soll. Aber im 20. und 21. Jahrhundert wachsen die Zweifel an einer durch die aufgeklärte Vernunft entworfenen, planbaren Zukunft, am Projekt der Moderne. Auf Utopien antworten Dystopien. Daran wird deutlich: Das Grundmotiv utopischen Denkens ist die Angst vor einer unbeherrschbaren Zukunft, eine Angst, die vielleicht durch das Prinzip Hoffnung (Ernst Bloch), eine liebenswürdige Illusion, überwunden werden könnte. Der Referent Prof. Dr. Hans-Georg Soeffner ist Senior Fellow und Vorstandsmitglied am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI).

Eintrittspreise


5 €

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