43. Duisburger Filmwoche und doxs!

04. - 10. November 2019 // 20:00 - 17:30 Uhr

43. Duisburger Filmwoche und doxs!

Das Festival des deutschsprachigen Dokumentarfilms, zum 43. Mal in Duisburg. Unser diesjähriges Motto: "Wer erstickt, wo wir atmen?"

Wer erstickt, wo wir atmen?

Dokumentarfilme nehmen Standpunkte ein. Mit der Sprache des Kinos halten sie fest, was vor der Kamera geschieht. Sie präsentieren einen Ausschnitt der Welt, an denen die Filmemacher*innen im Moment der Aufnahme Anteil hatten. Von all dem sind wir fasziniert. Das Festival des deutschsprachigen Dokumentarfilms versteht sich als Raum für das gemeinsame Sehen und Sprechen. Die Idee, Filmen und Filmschaffenden eine Bühne zu bieten, mit unserem Publikum erst zu schauen und dann mit den Regisseur*innen über das Gesehene ins Gespräch zu kommen, hat nach wie vor für uns Relevanz und ist Kern des Festivals.

Trotzdem ist die Filmwoche in ihrem 43. Jahr ein neuer Ort. Unvorhersehbare Bilder erleuchten den vertrauten Kinosaal im filmforum am Dellplatz, eine neu besetzte Auswahlkommission wird mit den Filmemacherinnen und Filmemachern über ihre Arbeiten sprechen und die Debatten wandern in hellere Räume. Erstmals gruppieren sich der Diskussionssaal, das Festivalzentrum und die Empfänge der Filmwoche rund um den Dellplatz.

An diese Orte laden wir Sie aufs Neue ein. Etwa mit Blicken auf Arbeit: Wenn wir die Belegschaft einer Fabrik sehen, wie sie sich nach dem Abzug eines Großkonzerns als Kooperative organisiert, um nicht nur ihre Tätigkeit, sondern ihre Identität zu bewahren (Laura Coppens: "Taste of Hope"). Etwa mit einem Blick auf Fremde: Indem ein Filmemacher syrische Geflüchtete in Sachsen mit der Geschichte und den Menschen eines abgeschiedenen Tals konfrontiert, in dem beide nun zusammenleben (Florian Kunert: "Fortschritt im Tal der Ahnungslosen"). Etwa mit einem Blick auf Familie und Geschichte: als Kollage von Zeugnissen, Briefen und Amtsakten, die das Geschehen eines europäischen Jahrhunderts als lose Erzählungen zwischen liebenden, sich fürchtenden und sich ihrer Zeit bewussten Menschen aufschlüsselt (Thomas Heise: "Heimat ist ein Raum aus Zeit").

All dies sind Beispiele für drängende Themen und für die Vielfalt der Standpunkte: Es sind Einladungen, Bekanntes neu zu sehen, Unerwartetes zu entdecken und die blinden Flecken des scheinbar Selbstverständlichen in den Blick zu nehmen. Unser diesjähriges Motto: "Wer erstickt, wo wir atmen?" stellt dementsprechend die Frage nach dem, was gesehen, benennbar, Teil einer Debatte werden kann und sich gleichwohl ungesehen einer Perspektive verdankt.

So verstehen wir den Dokumentarfilm: als Navigator des Blicks, als subjektiver Beobachter und Erzähler einer Welt, deren Komplexität sich in seinen Bildern eigenwillig verdichtet. So sehr, dass die Sichtweise eine streitbare wird. Oder eine, der man gerne zustimmt, sich ihr anvertraut. Ein kompromissloses Kino zu den Themen unserer Zeit, den Konflikten und dem Glück, das der Dokumentarfilm für Sie bereithält.

Schauen Sie nicht vorbei, sondern nehmen Sie Platz. Atmen Sie tief durch. Im filmforum und erstmals auch rund um den Dellplatz.

Besuchen Sie uns unter www.duisburger-filmwoche.de oder schreiben Sie bei Fragen auch gerne an kontakt@duisburger-filmwoche.de. Wir freuen uns, Sie kennen zu lernen. Eintrittskarten für Vorführungen der Duisburger Filmwoche erhalten Sie ausschließlich im Festivalzentrum.

Eintrittspreise


Einzelticket: 6 / 4* Euro
Tageskarte: 15 / 10* Euro
Dauerkarte: 40 / 25* Euro
*Der ermäßigte Preis gilt für Schüler/innen, Studierende, Erwerbslose und Rentner/innen.


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