Die Künstler der Brücke

03. Dezember 2019 // 12:00 - 17:00 Uhr

Die Künstler der Brücke

Kabinettausstellung zum Expressionismus

Ausstellung von 16.11.2019 bis 01.06.2020

  • Öffnungszeiten Dienstag bis Freitag: 12:00-17:00 Uhr  
  • Öffnungszeiten Samstag und Sonntag: 11:00-17:00 Uhr 

Spontan, ehrlich, provokativ – die Werke der expressionistischen Künstlergemeinschaft Brücke revolutionierten die Kunst des frühen 20. Jahrhunderts und bereiteten in Deutschland den Weg in die Moderne. 1905 in Dresden von Architekturstudenten gegründet, lehnte sich die Gruppe gegen die traditionelle Malerei und akademische Traditionen auf. Viele ihrer Mitglieder wie Erich Heckel, Ernst Ludwig Kirchner, Karl Schmidt-Rottluff – später auch Otto Mueller und Emil Nolde – gehören heute zu den bekanntesten und beliebtesten Künstlern des Expressionismus. Das Lehmbruck Museum widmet sich in einer Kabinettausstellung den Arbeiten der Brücke-Künstler. Die Ausstellung präsentiert Werke von Erich Heckel, Ernst Ludwig Kirchner, Max Pechstein, Karl Schmidt-Rottluff, Otto Mueller und Emil Nolde, darunter ausgewählte Gemälde, Zeichnungen, Druckgrafiken und fotografische Materialien.

Die Mitglieder der Künstlervereinigung Brücke gehören zu den wichtigsten Vertretern des Expressionismus. Ernst Ludwig Kirchner, Fritz Bleyl, Erich Heckel und Karl Schmidt-Rottluff gründen die Gruppe in Dresden am 7. Juni 1905. Sie lernen sich während ihres Architekturstudiums kennen. Obwohl keiner von ihnen eine formelle Ausbildung an einer Kunsthochschule absolviert, sehen sie in der Kunst die Möglichkeit der gesellschaftlichen Erneuerung. Bereits das Programm der Brücke formuliert die antibürgerliche und antiakademische Haltung, die die jungen Künstler vereint. In Opposition zu den etablierten Kunstvorstellungen des Wilhelminischen Deutschlands suchen die Künstler der Brücke nach authentischen Kunstformen, ursprünglichen Lebenserfahrungen und einem unverfälschten und freien künstlerischen Stil. Spontaneität und Authentizität sind ihre Mittel, um Leben und Kunst zu einer Einheit zusammenzuführen. Ihr zentrales Thema ist dabei der Mensch, seine Beziehung zur Natur und seiner Umwelt. Ihre anti-akademische Haltung hat auch einen freieren Umgang mit ihren künstlerischen Ausdrucksformen zur Folge: Die Farbe wird rein und ungebrochen auf die Leinwand gesetzt, die Formen vereinfacht und die Fläche im Bildraum stark betont. Der Holzschnitt ist dabei das Medium, mit dem sie ihre Vorstellungen am besten zum Ausdruck bringen können.

Abb.: Erich Heckel, Windmühle in Dangast, 1909 © Nachlass Erich Heckel, Hemmenhofen, Foto: Bernd Kirtz

Eintrittspreise


9 € | erm. 5 €

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