Auch jüdische Arbeiter waren unter Tage dabei
21.09.2020
Von 20:00 bis 21:30 Uhr

Auch jüdische Arbeiter waren unter Tage dabei

Dieser Vortrag erinnert an die jüdischen Bergarbeiter im Ruhrgebiet, denen nicht nur das Ruhrgebietsidiom den Begriff ""Maloche"" verdankt.

Ende Dezember 2018 war ""Schicht im Schacht"": Mit einem zentralen Festakt wurde der deutsche Steinkohlebergbau in Bottrop verabschiedet. In den Abschiedsreden wurde den Kumpel gedankt, die in schwerster montaner Arbeit über Jahrzehnte hinweg den Wohlstand Deutschlands im Wortsinn zu Tage gefördert hatten. Von den ausländischen Bergmännern, die man im vorletzten Jahrhundert mit allerlei Versprechungen ins Ruhrgebiet geholt hatte, war wenig die Rede. Und schon gar nichts hörte man von jüdischen Arbeitern, die man während des Ersten Weltkrieges und auch danach aus Russisch-Polen teils freiwillig, teils mit Gewalt zur schwerindustriellen Arbeit nach Deutschland gelockt hatte und die als Kumpel in den Kohlegruben des rheinisch-westfälischen Industriegebietes unter Tage schufteten. Viel zitiert auch das Wort, das als Ehrenwort der Ruhrgebietsarbeiter gilt: Maloche. Wo kommt es her, dieses rein hebräische Wort, und wie konnte es sich selbstverständlich und allgemein verbreiten? Diese und weitere Fakten zu jüdischen Bergarbeitern im Ruhrgebiet liefert der Duisburger Historiker Dr. L. Joseph Heid in seinem Vortrag.

Eintrittspreise


5 €

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