05.10.2020
Von 20:00 bis 21:30 Uhr

Begegnungen in Galizien im Zeichen des Holocaust

Zum 30. Jubiläum des Mauerfalls rückt dieser Vortrag das Leben von Homosexuellen in der DDR in den Fokus.

Alle Höllen des NS-Terrors hatte der alte Jude aus Drohobycz in Galizien, Alfred Schreyer, durchmachen müssen. Nach dem Krieg war er Musiker in einem Kinofoyerorchester. Sein von ihm hoch verehrter Lehrer, der "polnische Kafka" Bruno Schulz, schrieb dort Weltliteraturgeschichte. Er musste einem NS-Offizier als sogenannter "Hofjude" dienen. Die ehemalige Ausländerbeauftragte der Bundesregierung, Cornelia Schmalz-Jacobsen, besuchte Schreyer einige Male in Drohobycz: Ihr Vater, Eberhard Helmrich, rettete dort als Versorgungsoffizier für deutsche Truppen Juden das Leben. Schreyer lernte ihn im Krieg kennen. Ebenfalls vor Ort war auch Berthold Beitz; er arbeitete als Leiter der Karpaten-Öl-AG und kam in Drohobycz in Kontakt mit Helmrich. Auch Beitz rette vielen Juden das Leben. Beide wurden in Yad Vashem zu "Gerechten unter den Völkern". Noch kurz vor seinem Tod 2016 las Schreyer den Einwohnern von Drohobycz aus der Biografie von Berthold Beitz vor.

Der Referent reiste durch Galizien/Westukraine, hatte eine freundschaftliche Beziehung zu Alfred Schreyer und Kontakt mit Frau Schmalz-Jacobsen, die mit der Tochter von Berthold Beitz befreundet ist. Er erzählt (mit Fotos) von ganz verschiedenen Menschen, die der NS-Terror zu einer Schicksalsgemeinschaft machte.

Eintrittspreise


5 €

Entdecken Sie weitere Events