Vortrag: Die Explosion auf der Eisenbahnbrücke 1923
15.10.2020
Von 18:15 bis 19:30 Uhr

Vortrag: Die Explosion auf der Eisenbahnbrücke 1923

Luka Hamacher beleuchtet die mediale Deutung der Explosion auf der Duisburg-Hochfelder Eisenbahnbrücke am 30.06.1923.

Am 30. Juni 1923 explodierte gegen Mitternacht auf der Eisenbahnbrücke zwischen Duisburg-Hochfeld und Rheinhausen der Waggon eines Personenzugs. Diese Explosion erwies sich als folgenreich für die gesamte Stadt Duisburg, die sich mitten in der Ruhrbesetzung durch belgische und französische Truppen befand, denn die dabei Getöteten waren allesamt belgische Soldaten.

 

Das Ereignis besticht durch eine gute Quellenlage, von den Berichten der Duisburger Polizeibeamten, über aufgenommene Zeugenaussagen der Bevölkerung, bis zu Fotografien, die den Ort des Geschehens unmittelbar nach der Explosion zeigen. Im starken Kontrast dazu wird das Ereignis in der Forschung zumeist nur sehr knapp beschrieben.

 

Die gemeinsame Sichtung und Diskussion ausgewählter Quellen zum Ereignis wird uns einen Einblick in die Vorgänge der franko-belgischen Ruhrbesetzung von 1921-1925 ermöglichen und uns zudem einen spannenden Eindruck der Lebenswelt der Bürger Duisburgs in der Zwischenkriegszeit vermitteln.

 

Der Vortrag ist Teil der Reihe "Stadtgeschichte donnerstags".

 

Aufgrund der derzeitigen Hygienevorschriften ist eine Anmeldung unter stadtarchiv@stadt-duisburg.de zwingend erforderlich.

 

Bildnachweis

Stadtarchiv

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