Iphigenia

Monolog-Stück von Gary Owen

„Ich weiß, was ihr denkt, wenn ihr mich besoffen die Straße runterlaufen seht. Ihr denkt – dumme Schlampe. Hässliche Nutte. Das ist meine Wohnung, an der Ecke. Meine Oma erinnert sich, als sie noch ein Laden war – so war es fast in jedem Haus im Block. Oma liebt es über die Welt zu motzen, was aus ihr geworden ist. Natürlich, wenn sie darüber motzt, was aus der Welt geworden ist, ist das worüber sie wirklich motzt – ich. Mein Leben. Weil: ich lebe mein Leben mit einer Million Kilometer pro Stunde, mach was ich will, wann ich will, und - mein einziger Weg durch die Woche zu kommen ist ein Zyklus von Katern!“

 

Gary Owens intensiver Monolog ist eine freie Bearbeitung des griechischen Mythos über das Opfer einer Einzelnen für ein vermeintlich größeres Ganzes. Er erzählt die Geschichte von Iphi nicht als Prinzessinnendrama, sondern am Rand der Gesellschaft in einer von Alkohol und Arbeitslosigkeit, Armut und Aggression geprägten Welt.

 

„Eine echte Entdeckung ist die Off-Off Produktion von Ariane Kareev im Unterhaus in Oberhausen: ein gesichtsloser Raum in einer Gegend von ausgesuchter Hässlichkeit. Für das Gelingen eines großartigen, spannenden Theaterabends ist aber vor allem die furiose Performance von Sina Ebell verantwortlich. Rotzig und frech macht sie das Publikum an.“

theater pur

Eintrittspreise


12,00 €

Bildnachweis

Foto: Ole Christian Heyer

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