01.03.2021
Von 18:00 bis 19:30 Uhr

Dr. Nicole Birnfeld stellt die Künstlerin vor, die mit kunsthistorischen Zitaten ebenso wie mit Flächigkeit und Pinselstrich des Spätimpressionismus glänzt

Nach wie vor müssen wir über Frauenquoten und Chancengleichheit reden, dabei ist der Kern der Debatte nicht neu. Schon vor über 100 Jahren strebten Frauen nach mehr Gleichberechtigung. Sie setzen sich für ihre politischen Rechte ein und erkämpften sich 1918 das allgemeine Wahlrecht. In diesem Jahr legte Lotte Laserstein ihr Abitur ab, studierte in Berlin Malerei und wurde zu einer gefragten Porträtistin. Sie malte Frauen und Männer der neuen Zeit und aller Klassen in ihrer ganzen Natürlichkeit. Dabei setzte sie sich bildnerisch über damals normative Vorstellungen von Geschlechterrollen hinweg. Die Neue Frau mit kurzen Haaren und legerer Kleidung machte sie zu ihrem wichtigsten Bildthema. Dabei besaß sie auch das Talent, zwei Ansätze miteinander zu verbinden. Sie spielte mit Zitaten aus der Kunstgeschichte ebenso wie mit Flächigkeit und Pinselstrich des Spätimpressionismus. Als 30-jährige war sie eine berühmte und erfolgreiche Künstlerin. Als ""leuchtendes Talent"" wurde sie in den Feuilletons ihrer Zeit gefeiert. 1933 wurde ihre Karriere brutal beendet. Es wird Zeit, ihre Werke neu zu betrachten und ihre Geschichte zu erzählen.

Eintrittspreise


5 €

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