Glaubenskampf und Nächstenliebe
26.04.2021 - 27.03.2022
Von 10:00 bis 18:00 Uhr

Glaubenskampf und Nächstenliebe

Ab 11. April 2021 zeigt das Stadtmuseum die Sonderausstellung „Glaubenskampf und Nächstenliebe – Geistliche Ritterorden in Duisburg und der Welt“

Die Ritter des Mittelalters waren Kämpfer für ihre jeweiligen Landesherren. Sie waren aber auch selbst Grundbesitzer und Herren über die auf ihrem Boden lebenden Bauern. Für Ruhm und Ehre führten sie in Friedenszeiten Kleinkriege gegeneinander, die die Kirche missbilligte, da kein Christ einen anderen töten dürfe. Die Kreuzzüge boten eine Lösung: Die Ritter konnten nun Ruhm beim „gottgefälligen“ Kampf gegen Andersgläubige, vermeintliche „Heiden“, sammeln.

Doch auch abseits von Kampf und Krieg pflegten die Ritter oft einen ausschweifenden und tugendlosen Lebensstil, der nicht unbedingt die Billigung aller Zeitgenossen fand und zu Kritik führte. Um sich diesen Vorwürfen entgegenzustellen, schlossen sich einige Ritter zu Orden zusammen, in denen sie ihr Leben nach strengen klösterlichen Regeln gestalteten. Die bekanntesten Orden dieser Epoche sind die Templer, die Johanniter und der Deutsche Orden. Bis heute sitzen „Johanniter“ hinter dem Steuer so manches Krankenwagens und moderne Kliniken werden nicht selten von den „Maltesern“ betrieben. Die heutigen Institutionen blicken auf eine lange Geschichte zurück und berufen sich auch auf ihre Herkunft vom mittelalterlichen Hospitaliter-Orden, denn auch dieser hatte die Aufgabe, Verletzte zu versorgen und Kranke zu heilen.

Was nur wenige wissen: Auch in Duisburg haben die Ritter ihre Spuren hinterlassen. Um 1150 übernahmen die Johanniter einen Adelshof in Duisburg, bauten dort die heutige Marienkirche und gründeten ein Hospital. Die Weihe-Urkunde dieser Kirche aus dem Jahr 1153/54 ist der älteste Beleg für eine Niederlassung der Johanniter im deutschsprachigen Raum.

Besucherinnen und Besucher haben ab Sonntag, 11. April, die Möglichkeit, ein Zeitfenster für den Besuch der Ausstellung telefonisch (0203 283 2640) oder per Email (ksm-service@stadt-duisburg.de) zu buchen. Am Tag des Besuchs wird ein tagesaktueller negativer Corona-Schnelltest benötigt. Der Begleitband zur Ausstellung ist für 5 Euro an der Museumskasse erhältlich.

+++

Ein Besuch des Museums ist gemäß den aktuellen Vorschriften des Landes NRW erst nach vorheriger Anmeldung und mit einem tagesaktuellen negativen Schnelltest (kein Selbsttest) möglich. Das bestätigte negative Testergebnis (schriftlich oder digital) darf nicht älter als 24 Stunden sein. Im Museum ist das Tragen einer medizinischen Maske (OP-Maske oder FFP2-Maske) verpflichtend.

Kinder bis zum Schuleintritt sind von der Testerfordernis und der Maskenpflicht ausgenommen. 

+++

Eintrittspreise


2 EUR
Zeitfensterbuchung per Telefon oder Email (0203 283 2640, ksm-service@stadt-duisburg.de), tagesaktueller negativer Corona-Schnelltest erforderlich.

Bildnachweis

Fotos. Natalie Grüber, KSM. Blicke in die Ausstellung

Entdecken Sie weitere Events