26.05.2021
Von 18:00 bis 19:30 Uhr

Gustave Flauberts Madame Bovary

Gustave Flaubert gehört zur Pflichtlektüre, wenn es um die frz. Klassiker geht. Dr. Anja Ernst bringt ihn uns nahe.

Gustave Flaubert (1821-1880) zählt neben Stendhal und Balzac zu den bedeutendsten Literaten des französischen Realismus. Seine Werke, insbesondere die Romane Madame Bovary (1856) und die Éducation sentimentale (1869), gelten als Klassiker der Weltliteratur. Im Mittelpunkt stehen die bêtise humaine, die ""menschliche Dummheit"", wie es Flaubert nennt, und das Scheitern mittelmäßiger Charaktere in und an ihrer banalen Welt. In seinem Sittenroman Madame Bovary schildert Flaubert die Geschichte einer jungen Frau, die sich ein aufregendes, luxuriöses Leben in Paris inklusive großer Liebe erträumt, sich aber stattdessen als gelangweilte Gattin eines einfachen Landarztes im ""Schmutz der Wirklichkeit"" (Madame Bovary) wiederfindet. Wie sich nun langsam ein ""graues und beliebiges Menschenschicksal"", das der Emma Bovary, ""dem Ende zuschiebt"" (Erich Auerbach), soll Thema dieses Vortrags sein. Denn wer Madame Bovary für einen Liebesroman hält, der irrt!

Eintrittspreise


5 €

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