13.11.2021
Von 19:30 bis 21:00 Uhr

Der Tod und ein Mädchen

Eine Heimreise mit Liedern und Texten zum Thema „Euthanasie“ von Dirk Schäfer

Ein blinder Fleck in der Familiengeschichte. Ein Kind ohne Namen - das plötzlich weg ist. Über das nicht geredet wird. Bei Recherchen über die Zeit des Nationalsozialismus stolpert Dirk Schäfer über das Schicksal einer seiner Großcousinen aus dem sudetendeutschen Verwandtenkreis.

„In der Familie heißt sie nur ‚Das Mädchen‘. Sie ist wahrscheinlich im Rahmen der Aktion T4 ermordet worden. Ein sogenanntes geistig behindertes Mädchen. Und sofort war da der Wunsch, herauszufinden, wer sie war, was ihr genau passiert ist, ihr ihren Namen wiederzugeben. Auf dem Weg zu ihr, zu ihrer Geschichte, suche ich ihre Welten, suche ich auch die Erschütterung über ihr Verschwinden, über ihren ‚guten Tod ‘, mit seinem schneidenden Blick aus dem Abgrund“.

 

Die Liederabende von Dirk Schäfer über Jacques Brel und Edith Piaf wurden deutschlandweit gefeiert. Seit dem letzten Jahr hat sich der Schauspieler und

Sänger auf den Weg gemacht, dieses Genre, das er so wunderbar beherrscht, inhaltlich tiefer auszuloten. Nach seinem Abend „Hinter den Wölfen“ (s. S. 63), der

zum nächsten THEATERTREFFEN nach Duisburg kommt, widmet er sich in „Der Tod und ein Mädchen“ einem der dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte. Eine zärtliche Annäherung an die Biografie eines vergessenen Menschen, eine Suche mit Texten und Liedern, über das, was sich wissen lässt und finden, auch und gerade heute noch.

 

 

gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien

Eintrittspreise


12,00 € - 31,00 €

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