Ein Jahrhundert der Wahlreformgesetze
22.11.2021
Von 20:00 bis 21:30 Uhr

Ein Jahrhundert der Wahlreformgesetze

Robert Tonks liefert einen weiteren Vortrag zum Beitrag der Briten zur Demokratiegeschichte.

Das allgemeine Wahlrecht wurde in der konstitutionellen parlamentarischen Monarchie des Vereinigten Königreichs trotz mehrerer Wahlreformgesetze in den Jahren 1832, 1867 und 1884/85 im 19. Jahrhundert noch nicht verwirklicht. Die anschließende Ausweitung des Wahlrechts stärkte aber allmählich das vom Volk gewählte Unterhaus gegenüber der Krone und dem Oberhaus. Dieser Prozess beruhte auf der tief verwurzelten parlamentarischen Tradition seit der Magna Carta (1215) und der in der Bill of Rights (1689) enthaltenen Redefreiheit des Parlaments. Aus mehreren Kompetenzkonflikten zwischen Unter- und Oberhaus entwickelte sich seit dem späten 19. Jahrhundert das heute noch bestehende System des Zweikammerparlaments. Das allgemeine Wahlreicht wurde in Großbritannien in Folge des Ersten Weltkriegs erst 1918 für jedermann und 1928 auch für die Frauen eingeführt.

Eine Gemeinschaftsveranstaltung der VHS, der Vereinigung "Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V." und weiterer Partner.

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