Ad absurdum
04.12.2021
Von 19:30 bis 21:00 Uhr

Ballettabend mit Choreographien von Flemming Flindt und Andrey Kaydanovskiy nach Eugène Ionesco

Das erschreckend Banale des Alltags, die Brutalität gähnender Langeweile und die Austauschbarkeit wiederkehrender Verhaltensmuster faszinierten die Schöpfer des Absurden Theaters, allen voran den französisch-rumänischen Autor Eugene Ionesco.

Als Antwort auf die Frage, wie es nach den Schrecken des Zweiten Weltkriegs in der Kunst weitergehen kann, bürstete Ionesco alle tradierten Mittel des Theaters gegen den Strich. Selbst die Sprache wurde dabei ihrer ursprünglichen Aufgabe beraubt und zur Form reduziert – zum sinnentleerten Kommunikationsmittel. Der Doppelabend aus seinen Stücken „Die kahle Sängerin“ und „Die Unterrichtsstunde“ avancierte zu einem Schauspielklassiker des 20. Jahrhunderts. Erstmals stehen diese Stücke nun als Ballettabend nebeneinander.

Der dänische Choreograph Flemming Flindt zeigte bereits 1963mit seiner Adaption von „Die Unterrichtsstunde“, welche Durchschlagkraft Ionescos Brillante Dialoge und seine irrwitzigen Szenen als Übersetzung in Tanz erzielen können. Dieses Kammerstück um einen Ballettlehrer und seine Schülerin beantwortet Andrey Kaydanovskiy, Hauschoreograph des Bayerischen Staatsballett und 2021mit „Cecil Hotel“ für den Prix Benois de la Danse nominiert, mit einer Neukreation auf Grundlage von „Die kahle Sängerin“ und präsentiert seine Arbeit damit erstmals auf der Bühne des Ballett am Rhein.

Bildnachweis

Foto: Sigrid Reinichs

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