Klaus Nierhoff liest aus

„Zaunwerk – Szenen aus dem Gesträuch“ Felix Rexhausen

„Was wir vor uns haben, ist eine literarische Sensation“, schreibt Tilman Krause in seiner Rezension zum Erscheinen des Romans „Zaunwerk“. Nun sind die schwulen Geschichten aus den frühen 1960er-Jahren als Hörbuch erschienen. Schauspieler Klaus Nierhoff hat sie eingelesen und präsentiert an diesem Abend erstmals die schönsten Geschichten live. Sie entfalten ein Panorama vom Leben der Homosexuellen in der alten Bundesrepublik: ihrem Leben im Versteck, ihren kleinen Freiräumen und großen Sehnsüchten.

 

Felix Rexhausen lebte von 1932 bis 1992 und war einer der ersten offen schwulen Autoren der Nachkriegszeit. Schon 1964 beendete er das Zaunwerk-Manuskript – fünf Jahre, bevor in der BRD der Paragraph 175 entschärft wurde, der schwulen Sex unter Strafe stellte. Einen Verlag gab es für das Buch allerdings nicht. So blieb der Text unveröffentlicht – und schlummerte die letzten Jahrzehnte im Rexhausen-Nachlass, bis er vom Literaturwissenschaftler Benedikt Wolf gefunden wurde.

 

„Wer also wissen will, wie es sich angefühlt hat, im Nachkriegsdeutschland schwul zu sein, der wird in Zukunft an diesem exakt beobachteten, mit großer Milieukenntnis aufwartenden, dabei durchaus auch emotional mitreißenden, ja erschütternden ... Text nicht vorbeikommen.“ (Tilman Krause in „sissy“)

 

Veranstalter: SchwuBiLe-Alumni in Zusammenarbeit mit der Regionalgruppe Ruhrgebiet des Bundes Lesbischer und Schwuler JournalistInnen e.V. und der Stadtbibliothek Duisburg im Rahmen des Festivals "Queer.Life.Duisburg 2022"

 

Weitere Infos: www.schwubile.net, www.blsj.de, www.stadtbibliothek-duisburg.de

Bildnachweis

Axel Bach

Entdecken Sie weitere Events