Zwangssterilisation in der Zeit des Nationalsozialismus in Duisburg | Stadtgeschichte donnerstags
Vortrag von Dr. Bernd Kern
Das „Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“ vom 14. Juli 1933 und seine Durchführung in den folgenden Jahren bis 1949 war ein arbeitsteilig organisiertes Verbrechen von Juristen und Medizinern. Andere Personengruppen der damaligen bildungsbürgerlichen Elite blieben zum größten Teil stumm, z.B. die Psychologen und Professoren an den Universitäten und auch die Vertreter der beiden christlichen Kirchen.
Zunächst richtet der Vortrag den Blick auf die allgemeine politische Entwicklung und die soziale und ökonomische Lage In Duisburg in den Jahren des Nationalsozialismus sowie die gesetzlichen Grundlagen und die administrative Umsetzung der Gesetze. Die statistische Beschreibung zeigt das Ausmaß der Verfahren zur Zwangssterilisation und die kritische Reflexion dieser Verfahren wird an ausgewählten Beispielen vorgenommen. Die Frage „Wer leistete Widerstand?“ bildet den Schwerpunkt der abschließenden Überlegungen.
Der Vortrag findet in der DenkStätte im Gebäude des Stadtarchivs, Karmelplatz 5, 47051 Duisburg, statt.
Die Teilnahme ist kostenfrei; eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Die Teilnehmerzahl ist auf maximal 60 Personen beschränkt.
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