Der Fremde
26.01.2026
20:30 - 22:40 Uhr

Der Fremde

Albert Camus' Zeilen, die seinen 1942 erschienenen Roman DER FREMDE eröffnen, sind Weltliteratur: "Heute ist Mutter gestorben.

Ab 12 Jahren | 123 Minuten | Regie: François Ozon | Darsteller: Benjamin Voisin, Rebecca Marder, Pierre Lottin u.a. | Frankreich 2025

Vielleicht auch gestern. Ich weiß es nicht." Damit ist der Ton gesetzt. Regisseur François Ozon muss bei seiner Adaption des existentialistischen Hauptwerks keine Worte verschwenden. Es genügt, dass die Kamera in das reglose Gesicht und in die leeren Augen von Benjamin Voisin schaut. Voisin wird beeindruckend ausdruckslos zum Handelsangestellten Meursault. Im Gefängnis sitzt er, nachdem er einen Mann erschossen hat. Am Strand. Scheinbar - oder anscheinend - ohne Grund. Eine Affäre hatte Meursault mit Marie (Rebecca Marder). Sie will wissen, ob er sie liebt. Eine absurde Frage. Ebenso wie die nach dem Grund für den Mord oder wann genau Mutter gestorben ist.

Ozon orientiert sich an Camus' Roman, beginnt jedoch im Gefängnis und blickt dann zurück. In Schwarz-Weiß filmt er die Ereignisse, die sich eben einfach nur ereignen und die sich jeder Sinnfrage entziehen. Die Farbwahl verweist auf die Entstehungszeit des Romans. Der Regisseur nimmt so das Gefühl für eine absurde Welt auf. Die erste Neuverfilmung nach Viscontis Adaption von 1967 reflektiert ebenfalls die Kolonialgeschichte Algeriens. In Camus' Buch war es einfach ein Stück Frankreich.

Eintrittspreise


Dienstag bis Donnerstag: 8,90 € (7,50 € ermäßigt*)
Freitag, Samstag, Sonn- und Feiertage: 9,90 € (8,50 € ermäßigt*)
Montag Kinotag: 7 €
Abenteuer Kinderkino am Sonntag: 5,50 €
Dienstag- und Mittwochnachmittag: 15:30 + 16 Uhr-Vorstellungen: 7 €

Bildnachweis

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