Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke
03.02.2026
20:15 - 22:40 Uhr

Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke

Da ist Joachim selbst überrascht. Der Junge aus der norddeutschen Provinz hat es an die renommierte Otto-Falckenberg-Schule für Schauspieler geschafft.

Ab 6 Jahren | 137 Minuten | Regie: Simon Verhoeven | Darsteller: Bruno Alexander, Senta Berger, Michael Wittenborn u.a. | 

Mit nur einem richtig guten Vorsprechen. Dass die Lehrwerkstatt für Mimen in München liegt, ist kein Problem. Oma Inge Brinkmann (Senta Berger) und Großvater Hermann Krings (Michael Wittenborn) leben hier. Sie war selbst eine berühmte Schauspielerin, Hermann war Philosophie-Professor. Beide sind mehr oder weniger exzentrisch, pflegen aber in jedem Fall eine hochentwickelte Trinkkultur. Der Morgen beginnt mit Champagner. Die Villa in München wird zum beschützten Ort, denn draußen in der Schule geht es deutlich intensiver zu. Und das hat nicht nur damit zu tun, dass Joachim bei einer Probe mit einem Plüschpenis einen Baum begatten soll und bei einer Improvisationsübung auf dem Boden liegend ein Maschinenteil wird. Immerhin, in einem goldenen Paillettenkleid hat der Eleve einen großen Auftritt. Aber reicht das, um nicht nur Schauspieler zu werden, sondern zu sein?

Die Antwort auf die Frage hat längst das Leben gegeben. Aus Joachim Meyerhoff ("Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war") wurde einer der Stars auf den deutschen Bühnen oder bei "Babylon Berlin". Trotzdem stellt Regisseur Simon Verhoeven (ALTER WEISSER MANN) in der Verfilmung von Meyerhoffs autobiographischem Roman ACH, DIESE LÜCKE, DIESE ENTSETZLICHE LÜCKE diese Frage zurecht. Die Rückschau offenbart: Es kostet bereits viel Überwindung, allein fachgerecht zu lächeln. Wie viel schwerer ist es, Selbstzweifel zu besiegen. Das Leben mit Oma und Opa hat komödiantische Züge, bleibt aber ebenfalls nicht ohne Abstecher ins ernste Fach. Der junge Bruno Alexander, schlank, blond und noch ein bisschen milchgesichtig, agiert gekonnt verloren und inspirierend, sich selbst suchend. Für Senta Berger, inzwischen 82, soll es ein Abschied gewesen sein. Nach dem Tod ihres Ehemanns Michael Verhoeven, dem Vater des Regisseurs Simon Verhoeven, kündigte sie an: Sie werde keine Filmrollen mehr spielen. Der Filmtitel hat so für sie eine ganz eigene Bedeutung.

 

Eintrittspreise


Dienstag bis Donnerstag: 8,90 € (7,50 € ermäßigt*)
Freitag, Samstag, Sonn- und Feiertage: 9,90 € (8,50 € ermäßigt*)
Montag Kinotag: 7 €
Abenteuer Kinderkino am Sonntag: 5,50 €
Dienstag- und Mittwochnachmittag: 15:30 + 16 Uhr-Vorstellungen: 7 €

Bildnachweis

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