Rose
Der Dreißigjährige Krieg tobt. Der Soldat (Sandra Hüller) hat ihm zehn Jahre gedient.
Ab 12 Jahren | 94 Minuten | Regie: Markus Schleinzer | Darsteller: Sandra Hüller, Caro Braun, Robert Gwisdek u.a. | Deutschland, Österreich 2026
Sein Gesicht ist durch eine Narbe entstellt. Die Kugel, die ihn traf, trägt er an einem Band um den Hals. Den Hut tief im Gesicht taucht der Soldat in einem Dorf auf und reklamiert einen Hof als Erbe für sich. Misstrauen begegnet ihm. Doch der Soldat bewirtschaftet das Gut erfolgreich. Eine Ehe wird arrangiert. Ein Gutsherr gibt seine älteste Tochter Suzanna (Caro Braun) in die Hände des Neuankömmlings. Was niemand weiß: Der Soldat ist eine Frau und heißt Rose.
Einer der Sätze aus dem Historiendrama, die in Erinnerung bleiben: "In der Hose war mehr Freiheit, also bin ich in die Hose gestiegen." Das ist keineswegs weit hergeholt. Während des Krieges im 17. Jahrhundert gaben sich immer wieder Frauen als Männer aus. Wegen der Freiheit, die offenbar nur die Hose bietet. Sandra Hüller trägt sie in Markus Schleinzers Drama ROSE mit Würde, mit stoischem Ausdruck und mit verbissener Entschlossenheit. Ihr Spiel nimmt gefangen. Ihre gelebte Lüge hat eine eigene Wahrheit. Auf der Berlinale erhielt sie dafür den Silbernen Bären als beste Darstellerin. Schleinzer ordnet seine rurale Tragödie, verfilmt in ausdrucksstarkem Schwarz-Weiß, klassisch in fünf Akte. Die Off-Stimme von Marisa Growaldt führt durch die Handlung und schafft dabei zugleich eine spannende Distanz.
Eintrittspreise
Dienstag bis Donnerstag: 8,90 € (7,50 € ermäßigt*)
Freitag, Samstag, Sonn- und Feiertage: 9,90 € (8,50 € ermäßigt*)
Montag Kinotag: 7 €
Abenteuer Kinderkino am Sonntag: 5,50 €
Dienstag- und Mittwochnachmittag: 15:30 + 16 Uhr-Vorstellungen: 7 €