Der verlorene Mann
10.05.2026
18:00 - 19:45 Uhr

Der verlorene Mann

Es klingelt an der Tür. Sekunden später ist die Kunstlehrerin Hanne (Dagmar Manzel) in einer Dreiecksbeziehung.

Ab 12 Jahren  |  106 Minuten | Regie: Welf Reinhart | Darsteller: Dagmar Manzel, Harald Krassnitzer, August Zirner u.a. | Deutschland 2026

Kurt (Harald Krassnitzer), der Mann, der klingelt, hat nämlich Alzheimer. Er hat deshalb schlicht vergessen, dass er seit Jahrzehnten nicht mehr mit Hanne verheiratet ist. Die Ex-Frau lebt inzwischen mit dem pensionierten Pfarrer Bernd (August Zirner) zusammen. Und weil es kein "Fundbüro" für zugelaufene Ex-Männer gibt, nehmen sie Kurt erst einmal bei sich auf. Und bleiben dann zusammen. Erst aus Nächstenliebe und dann auch so. Was die Dinge nicht ganz einfach macht: Kurt findet, bewusst oder nicht, dass Hanne gewisse eheliche Pflichten hat.

Was schon mal gut tut: Regiedebütant Welf Reinhart nimmt dem oft bleiernen Alzheimer-Thema die Schwere. Was noch besser ist: In seiner zärtlich-bitteren Komödie DER VERLORENE MANN gelingt dies mit der notwendigen Ernsthaftigkeit. Es ist schon lustig, wenn Kurt denkt, dass Bernd derjenige ist, der unter Demenz leidet. Es ist mehr als anrührend, wenn das Trio Hand in Hand am Strand spaziert. Und es weist über den Umgang mit der Krankheit hinaus, wenn sich zeigt, dass die Männer unterschiedliche und von Hanne gern genommene Qualitäten in die Beziehung einbringen. Das Schauspieler-Trio hält die Balance. Es stürzt bei den komischen Momenten nichts ins Alberne ab, schaut in den weniger lustigen Szenen nicht in den Abgrund der Betroffenheit. Man freut sich über die Würde, mit der diese drei Menschen ihr Leben neu ordnen.

Eintrittspreise


Dienstag bis Donnerstag: 8,90 € (7,50 € ermäßigt*)
Freitag, Samstag, Sonn- und Feiertage: 9,90 € (8,50 € ermäßigt*)
Montag Kinotag: 7 €
Abenteuer Kinderkino am Sonntag: 5,50 €
Dienstag- und Mittwochnachmittag: 15:30 + 16 Uhr-Vorstellungen: 7 €

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