Ingeborg Bachmann - Jemand, der einmal ich war
Sandra Hüller sagt: "Ich existiere nur, wenn ich schreibe. Ich bin nicht, wenn ich nicht schreibe."
Ab 6 Jahren | 95 Minuten | Regie: Regina Schilling; Darsteller/Protagonisten: Sandra Hüller, Ingeborg Bachmann, Max Frisch u.a. | Deutschland 2026
Sandra Hüller sagt das nicht über sich selbst. Sie sagt es als Ingeborg Bachmann, am Schreibtisch sitzend ein ikonisches Bild nachstellend. Die Schauspielerin wird zum Alter Ego der Autorin. Was Ingeborg Bachmann benötigte, um zu leben, das sagte sie einst selbst: "Ich schreibe, dafür brauche ich Papier, Feder, eine Schreibmaschine, einen ausgeschlafenen Kopf." 100 Jahre wäre die Autorin und bedeutendes Mitglied der Gruppe 47 in diesem Jahr geworden. Sie wurde nur 47 Jahre alt. 1973 starb Ingeborg Bachmann in Rom. In diese Zeit kehrt Regina Schilling zurück, wenn sie Szenen aus einem Leben von Sandra Hüller spielen lässt. Für ihr Porträt INGEBORG BACHMANN - JEMAND, DER EINMAL ICH WAR verknüpfte die Regisseurin nachempfundene Momente mit realen Interviews, Textausschnitten und Zeitdokumenten. Max Frisch, der Ingeborg Bachmann für eine Zeit liebte, ist zu hören. Die Beziehungen zu Hans Werner Henze und Paul Celan spielen eine Rolle. Ebenso, was Kritiker sagten, was die Zeitungen schrieben. Die Dokumentaristin orientiert sich am Zeitstrahl, beginnt mit der Kindheit in Kärnten und folgt dem Weg bis nach Rom. Was nicht bedeutet, dass sie Nachrichten aus vergangener Zeit verfilmt. Die Themen der Autorin sind nach wie vor von Relevanz. Ihre Sprache hat an Kraft nichts eingebüßt. Im Gespräch mit Sandra Hüller nennt die Regisseurin die Zusammenarbeit einmal eine Seance. Ihr Film vermag den großen Geist zu beschwören.
Eintrittspreise
Dienstag bis Donnerstag: 8,90 € (7,50 € ermäßigt*)
Freitag, Samstag, Sonn- und Feiertage: 9,90 € (8,50 € ermäßigt*)
Montag Kinotag: 7 €
Abenteuer Kinderkino am Sonntag: 5,50 €
Dienstag- und Mittwochnachmittag: 15:30 + 16 Uhr-Vorstellungen: 7 €
Bildnachweis
Adobe Stock