Vortrag Prof. Dr. Martin Leutzsch
Schuldsklaverei in der Bibel und in anderen Gesellschaften der Antike
Am Sonntag, 10. Mai 2026, um 15 Uhr lädt das Kultur- und Stadthistorische Museum Duisburg zu einem Vortrag von Prof. Dr. Martin Leutzsch ein.
Im Mittelpunkt des Vortrags stehen Formen der Schuldsklaverei in antiken Gesellschaften. Vor allem Bauern gerieten infolge von Missernten und wirtschaftlichen Krisen in Abhängigkeiten, indem sie sich selbst oder ihren Besitz verpfändeten. Ein Ausweg war kaum möglich, da sich Schulden und Abhängigkeiten rasch verfestigten.
Zur Sicherung sozialer und wirtschaftlicher Stabilität wurden im Alten Orient wiederholt umfassende Schuldenerlasse ausgesprochen. Auch im Alten Testament finden sich entsprechende Regelungen, etwa in den Vorschriften zu Sabbat- und Jubeljahren. Diese sind nicht nur politisch, sondern auch religiös begründet und ethisch reflektiert.
Die Idee, Verschuldung zu begrenzen und einen Neuanfang zu ermöglichen, wirkt bis in die Gegenwart fort – etwa in modernen Regelungen zur Privatinsolvenz.
Die Teilnahme ist im Museumseintritt enthalten und kostet für Erwachsene 4,50 Euro, für Kinder und ermäßigt 2,00 Euro.
Das vollständige Programm und weitere Informationen sind unter www.stadtmuseum-duisburg.de abrufbar.
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