MS Wissenschaft | Forschung hautnah

Interaktive Ausstellung zur Medizin der Zukunft

Wie kann Künstliche Intelligenz dabei helfen, Knochenbrüche zu erkennen? Welche Krebstherapie schont unsere gesunden Zellen? Wie können wir Gesundheitsdaten nutzen, um jeden Menschen individuell zu behandeln? Und wie sieht eine Medizin aus, die Unterschiede zwischen den Geschlechtern stärker berücksichtigt? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Ausstellung auf der MS Wissenschaft im Wissenschaftsjahr 2026 – Medizin der Zukunft. 

An rund 30 Exponaten können Besuchende selbst aktiv werden: Sie können zum Beispiel Medikamente an einem künstlichen Organ testen, ihren Herzschlag mit einer Kamera messen oder virtuell in den Operationssaal der Zukunft eintauchen. Besuchende sind auch eingeladen, an drei Stationen neueste Forschung zu Krankheiten wie Demenz, Diabetes oder Endometriose zu erkunden.

Das Exponat „Die Kraft der Erwartung – Nutze deine körpereigene Apotheke“ des Sonderforschungsbereich SFB/TRR 289 „Treatment Expectation“ der Universität Duisburg-Essen und des Center for Translational Neuro- and Behavioral Sciences (C-TNBS) der Universitätsmedizin Essen ist Teil der Ausstellung. Bei dem Exponat können Besucherinnen und Besucher selbst anhand von simulierten Gesprächen mit Ärztinnen und Ärzten testen, wie sich ihre Erwartung einem Medikament gegenüber verändert. Der Besuch der Ausstellung wird ab zwölf Jahren empfohlen.

Begleitend zur Ausstellung findet in Duisburg eine Veranstaltung an Bord statt, die sich insbesondere an Personen richtet, die in Klinik oder Praxis mit Patient*nnen ins Gespräch kommen. Am Dienstag, den 7. Juli, von 15.30 bis 17 Uhr erklären Dr. Livia Asan und Dr. Lorenz Peters vom Sonderforschungsbereich „Treatment Expectation“ der Universität Duisburg-Essen das Exponat zur Kraft der Erwartung in der Medizin auf der MS Wissenschaft. Sie geben anhand von praxisnahen Beispielen Einblick in aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse, die sich leicht in die tägliche Praxis integrieren lassen. So können zum Beispiel gezielt die körpereigene Apotheke aktiviert und unerwünschte Nebenwirkungen reduziert werden. 

Kostenlose Führungen durch die Ausstellung:
Täglich um 17 Uhr und am Wochenende sowie feiertags zusätzlich um 11 Uhr. Ein Audioguide in deutscher und englischer Sprache sowie eine Audiotour für Kinder stehen kostenlos zur Verfügung. Die Texte der Ausstellung sind auch auf Englisch, Polnisch und in Leichter Sprache erhältlich.
Anmeldung für Gruppen und Schulklassen
Ab zehn Personen ist eine Anmeldung unter der jeweiligen Station auf ms-wissenschaft.de/tour erforderlich. Termine für Schulklassen sind bereits ab 9 Uhr buchbar.

Das Ausstellungsschiff MS Wissenschaft tourt seit 2002 jährlich durch Deutschland. Wissenschaft im Dialog (WiD) realisiert die Ausstellung mit Unterstützung der hinter WiD stehenden Wissenschaftsorganisationen und im Auftrag des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt. Die Exponate kommen direkt aus der Forschung und werden unter anderem entwickelt und zur Verfügung gestellt von Instituten der Fraunhofer-Gesellschaft, Helmholtz-Gemeinschaft, Leibniz-Gemeinschaft, Max-Planck-Gesellschaft und DFG-geförderten Projekten, Hochschulen sowie weiteren Partnern. 

Bildnachweis

© Retusche: Gabriel_Kienast / Wissenschaft im Dialog, CC BY-SA 4.0

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