Entlang der Mauer | Ausstellung
14 Portraits vor der Mauer auf palästinensischer Seite | Heiner Schmitz
9 Jahre nach der Errichtung der acht Meter hohen Mauer, mit der Israel eine deutliche Grenze zu den palästinensischen Gebieten gezogen hat, entstand diese fotografische Portraitarbeit. Das ursprüngliche Konzept für diese Arbeit sah anders aus. Die Idee war es, sowohl auf israelischer wie auch auf der palästinensischen Seite dieser Sperrmauer Menschen zu fotografieren und sie nach ihrer Meinung zu diesem Bauwerk zu befragen. Es begann mit einigen ernüchternden Tagen auf israelische Seite, wo niemand bereit war, sich vor dieser Mauer fotografieren zu lassen, geschweige denn, eine persönliche Stellungnahme abzugeben. Der Jordan überwang, diese Idee nur auf der palästinensischen Seite umzusetzen. Hier ließ Heiner Schmitz offene Türen ein. Über drei Wochen sprach er in den Dörfern Menschen mit der Bitte an, ihm zu schildern, welchen Einfluss diese Trennwand auf ihr Leben genommen hat und auch wie sie grundsätzlich zu dieser bewegungseinschränkenden Maßnahme stehen. Durch diese Betonwand wurde an einigen Stellen palästinensischer Boden dem Staat Israel zugeschlagen.
Es sind auch die Menschen, deren Bewegungsfreiheit massiv eingeschränkt wurde. Sie müssen oft weite Umwege auf Kauf nehmen, um ein gewünschtes Ziel zu erreichen. Die kurzen Statements unter den Bildern geben nur einen Bruchteil der Behinderungen wieder, die diese Menschen zu erleiden haben und werden der aktuellen Lebenssituation in keiner Weise gerecht, wenn man aktuell über die Nachrichten hört, dass durch die israelische Besatzungsmacht tagtäglich Menschen erschossen werden, darunter auch viele Kinder.
Ausstellungseröffnung
Mittwoch, 12.08.2026, 15:00 Uhr
Begrüßung durch Dr. Claudia Schaefer, Direktorin der cubus kunsthalle
Einleitende Worte spricht Dr. Ribi Hilley von der Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft und zu seiner Arbeit nimmt Heiner Schmitz selbst Stellung.
Ausstellungszeitraum
12.08. bis 30.08.2026
Während der Ausstellungszeit bietet Heiner Schmitz in der Ausstellung am 23. und 30. August jeweils um 15.00 Uhr einen Lichtbildvortrag, in dem er über die Situation vor Ort berichtet, mit anschließender Diskussion an.
Bildnachweis
Adobe Stock