Podiumsgespräch „Mehr Kultur wagen – die aktuelle Lage der Kultur in Duisburg“
Zum Auftakt der neuen Gesprächsreihe „Mehr Kultur wagen!“
Im Fokus steht die Frage, welche Bedeutung Erinnerung für eine Stadtgesellschaft hat und wie Geschichtskultur und die zugehörige Infrastruktur gerade in Zeiten zunehmender gesellschaftlicher Pluralisierung und knapper öffentlicher Kassen bewahrt werden können.
Auf dem Podium diskutieren Bürgermeisterin Edeltraud Klabuhn, Alexander Drehmann, Geschäftsführer der Jüdischen Gemeinde Duisburg, Martin Ahlers, Redakteur der WAZ Duisburg, Anne Niezgodka vom Archiv für alternatives Schrifttum (afas), Dr. Andreas Pilger, Leiter des Stadtarchivs Duisburg sowie Dr. Andrea Gropp, kommissarische Leiterin des Kultur- und Stadthistorischen Museums Duisburg.
Geschichte ist überall: in Gebäuden und Straßen, in Archiven und Museen, in Familiengeschichten und persönlichen Erinnerungen. Doch eine Stadtgesellschaft erinnert sich nicht automatisch gemeinsam: „Welche Geschichten werden öffentlich sichtbar, welche bleiben unerzählt? Und wie kann eine vielfältige Stadt wie Duisburg unterschiedliche Erfahrungen und Perspektiven auf ihre Vergangenheit zusammenbringen, um eine gemeinsame Identität zu schaffen?“
Auch die Rolle von Museen und Archiven wird in den Blick genommen: Können Orte, an denen Originale bewahrt, Quellen geprüft und Geschichte kritisch diskutiert wird, in Zeiten von Fake News, sozialen Medien und künstlicher Intelligenz einen Beitrag zu Vertrauen und demokratischer Kultur leisten? Die Diskussion richtet den Blick zugleich nach vorn: „Wie soll Duisburgs Erinnerungskultur in zehn Jahren aussehen? Was muss sich verändern und was muss bleiben, damit die Stadt ihr kulturelles Gedächtnis auch in Zukunft bewahren und weiterentwickeln kann?“
Die Veranstaltung bildet den Auftakt der Reihe „Mehr Kultur wagen!“. Das von städtischen und nichtstädtischen Kultureinrichtungen sowie zivilgesellschaftlichen Akteuren getragene Gesprächsformat möchte den Blick auf Kultur als Teil eines größeren Ganzen richten: auf ihre Verbindungen zu Bildung, Wirtschaft, Demokratie, Stadtentwicklung, gesellschaftlichem Zusammenhalt und Lebensqualität.
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krischerfotografie