Der Dritte Geldrische Erbfolgekrieg
Vortrag
Zur Zeit von Gerhard Mercator gehörte Duisburg zum Herzogtum Jülich-Kleve-Berg. Herzog Wilhelm V. galt vor allem in Religionsfragen als besonders tolerant – mit ein wichtiger Grund dafür, dass sich Mercator und andere Gelehrte in seinem Reich niederließen. Schließlich war es ihnen hier möglich, ohne Angst vor der Inquisition zu leben und zu arbeiten.
Doch wie kam es zu dieser Politik? Ein wichtiger Ausgangspunkt ist der Dritte Geldrische Erbfolgekrieg, in dem Wilhelm dem mächtigen Kaiser Karl V. gegenüberstand. Der Habsburger Kaiser konnte den Konflikt für sich entscheiden – und den unterlegenen Herzog zu einer toleranten Politik den Katholiken gegenüber verpflichten. Doch dank seines klugen Beraters Konrad Heresbach schaffte es Wilhelm, die Notlage zum Guten zu nutzen und nicht nur die eine Seite zu stärken, sondern auch die Protestanten gewähren zu lassen. Gleichzeitig musste der Herzog auf wesentliche Territorien verzichten. Der Vortrag beleuchtet, wie es zu dem Konflikt kam und welche Bedeutung der Ausgang für das Herzogtum am Rhein hatte.
Die Teilnahme ist kostenfrei; es wird um eine Spende für die Mercator-Gesellschaft gebeten.
Bildnachweis
Dirck Volckertszoon Coornhert: Wilhelm V. unterwirft sich Kaiser Karl V., um 1555