Frau Mercator denkt sich ihren Teil
Frau Mercator denkt sich ihren Teil – Splitter aus ihrem fiktiven Tagebuch
Das Mercator-Haus an der Oberstraße Nr. 2 war in mehrfacher Hinsicht ein Sammelpunkt: Das „Unternehmen Familie Mercator“ bildete ein weit verzweigtes Netzwerk rund um Kartographie und Landvermessung. Zahlreiche Menschen aus Duisburg und darüber hinaus suchten das Haus mit seinen Werkstätten auf, um mit einem der berühmtesten Gelehrten der Stadt in Kontakt zu treten.
In der Rolle der Barbara Schellekens – verkörpert von Margret Stohldreier – eröffnet sich eine andere Perspektive auf diesen Mikrokosmos. Sie berichtet von ihren vielfältigen Aufgaben: die Töchter standesgemäß zu verheiraten, zur Erziehung der drei Söhne und der Enkelsöhne beizutragen, ihrem Mann Geert den Rücken freizuhalten, die große Schar an „Mitessern“ zu versorgen und nicht zuletzt dafür zu sorgen, dass die Kasse stimmt.
Einen besonderen Einblick erhalten wir in den Tag, an dem in der Werkstatt erstmals die berühmte Mercator’sche „Große Weltkarte von 1569“ präsentiert wird. Was Frau Mercator davon hält? Darüber hat sie sich ihre eigenen Gedanken gemacht…
Die Teilnahme ist kostenfrei; es wird um eine Spende für die Mercator-Gesellschaft gebeten.
Bildnachweis
Jan Vermeer: Briefschreiberin und Dienstmagd, um 1670