Frühe Neuzeit – Fortschritt im 16. Jahrhundert
Vortrag
Kriege, Hungersnöte, Pandemien, Klimaveränderungen, Machtmissbrauch, Armut und Gewalt prägten das Leben im 16. Jahrhundert – insbesondere für Frauen. Zugleich entstanden in dieser Zeit neue Ziele und Möglichkeiten: der Austausch von Gütern und Ideen über weite Entfernungen, verbesserte Ernährung, medizinische Versorgung und Gesundheitsfürsorge, die Ausweitung der Schreib- und Lesekultur, zunehmende Mobilität, ein verlässliches Postwesen, neue politische Machtgefüge und Fragen der freien Glaubenswahl.
Wie konnte dieser tiefgreifende Wandel gelingen? Um 1500 setzte eine Zeitenwende ein, die wir heute als „Frühe Neuzeit“ bezeichnen. Sie steht für grundlegende Veränderungen in nahezu allen Bereichen des menschlichen Lebens. Eng verbunden damit ist der Begriff der „Renaissance“, der „Wiedergeburt“ bedeutet: die bewusste Rückbesinnung auf antike Wissensbestände und deren Übertragung in eine neue Gegenwart.
In einem anschaulichen Vortrag mit zahlreichen Beispielen richtet Margret Stohldreier den Blick auf zentrale Bereiche des Alltags wie Ernährung, Haushaltsführung, Krankenpflege und Reisen. Dabei wird deutlich, wie sich die großen Umbrüche der Zeit im täglichen Leben widerspiegelten – etwa auch im Haushalt Gerhard Mercators.
Die Teilnahme ist kostenfrei; es wird um eine Spende für die Mercator-Gesellschaft gebeten.
Bildnachweis
Jost Amman: Buchdrucker, 1568